“Keine großen Gesten”

In Russland werden Homosexuelle per Gesetz diskriminiert. Ist ein solches Land der Olympischen Winterspiele 2014 würdig? Dem Protest von Menschenrechtsorganisationen haben sich inzwischen auch zahlreiche Athleten angeschlossen. Schließlich verstößt Putins sogenanntes Propaganda-Gesetz gegen die Werte der Olympischen Bewegung. Imke Duplitzer hat Europas Politiker aufgerufen, klare Kante zu zeigen.

In rund vier Monaten starten die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi. Schon jetzt gibt es Diskussionen, ob dieser Gastgeber einer solchen Veranstaltung würdig ist…

Hintergrund: In Russland gibt es seit Juni ein Gesetz, dass es verbietet, Informationen zum Thema Homosexualität an Minderjährige zu verteilen. Das Anti-Homosexuellen-Gesetz sorgte bereits für mächtig Wirbel.

 

Vor den Spielen melden sich auch immer mehr Sportler kritisch zu Wort!

Weltklassefechterin Imke Duplitzer (38) hat jetzt Europas Spitzenpolitiker dazu aufgefordert, der Veranstaltung fernzubleiben. Duplitzer: „Keine Eröffnungsfeier, keine Shakehand-Bilder, keine großen Gesten. Wenn Sie Ihren Sportlern Glück wünschen möchten – schicken Sie ein Telegramm.“

Damit soll ein Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzung in Russland gesetzt werden.

Duplitzer: „Zügeln Sie einmal den Fan in sich und verzichten Sie auf die schönen Bilder in den jeweiligen nationalen Häusern und auf Tribünen der Wettkampfstätten.“

Einen generellen Boykott der Spiele hält Duplitzer hingegen für sinnlos: „Er trifft lediglich die schwächsten Glieder in der Kette.“

 

http://www.bild.de/sport/mehr-sport/imke-duplitzer/ruft-politiker-zu-sotschi-protest-auf-32642970.bild.html

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