Fechten

Ein Leuchtturm für Sachsen-Anhalt

Seit Oktober letzten Jahres spielt Imke Duplitzer bei TSG Halle-Neustadt. Schwerpunkt ihrer Arbeit im neuen Verein wird die Förderung junger Fechterinnen und Fechter sein. Erste Trainings mit dem Nachwuchs hat es bereits gegeben.

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Training mit dem Fechtnachwuchs

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„Schritt vor, Schritt vor, Ausfall.“ Immer wieder hallen am vergangenen Samstag die Kommandos von Imke Duplitzer und Jörg Fiedler durch die Fechthalle am Leipziger Sportforum. Sofort greifen die beiden korrigierend ein, verbessern, erläutern. Die jungen Degenathleten aus drei Bundesländern, unter ihnen junge Sportler des Fechtcentrum-Halle der TSG Halle-Neustadt, saugen die Hinweise der beiden Fecht-Stars förmlich in sich hinein. Sie wissen, jene Chance sollte man sich nicht entgehen lassen. Den halben Vormittag trainiert man Beinarbeit, „Die richtigen Bewegungsabläufe sind die Grundlage für den Treffer, den Du setzen willst“, erklärt Imke Duplitzer den 14 bis 17-jährigen Mädchen und Jungs.

LVZ vom 15.10.2013

Prominenz zieht eben an. Mehr als 30 junge Talente aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nutzten am vergangenen Samstag die Chance, von den prominenten und zugleich erfolgreichen Spitzenathleten zu lernen. Imke Duplitzer (Halle) und Jörg Fiedler (Leipzig), beide sind u.a. zweimalige Degen-Europameister, trainieren einen Tag lang zusammen mit FCL-Chefcoach Hans Wernfried Frommolt den mitteldeutschen Fechtnachwuchs. „Das gemeinsame Training entspricht dem Anspruch und Ziel Leipzigs, Bundesstützpunkt-Nachwuchs zu werden. Es ist daher nur logisch, sich hier zu treffen und gemeinsam zu trainieren“, erklärt Jörg Fiedler. „Es ist gut, wenn sich viele junge Fechter am Samstag hier finden, um ihr Können zu vervollkommnen“, meint der 35-jährige weiter.

„Hier geht es nicht um Schaulaufen“, so Imke Duplitzer. „Einerseits ist es wichtig, dass wir hier unser Wissen weitergeben, andererseits entwickeln sich die Nachwuchshoffnungen aus der Region nur dann weiter, wenn sie mehr Trainingspartner, also Reibefläche, haben.“, fügt sie hinzu.

Am Nachmittag steht für die jungen Degenspezialisten dann gemeinsames Fechten auf dem Programm. Auch hier greifen die drei Trainer sofort ein, analysieren jedes Gefecht mit den Sportlern. „Der Arm musst Du im Ausfall noch weiter strecken“, erläutert Jörg Fiedler einem der Kontrahenten geduldig. Nickend geht der erneut auf die Fechtbahn, bemüht, jenen Hinweis sofort umzusetzen.

Am Ende des Trainingstages sind die Teilnehmer sichtlich erschöpft. „Setzt all das, was ihr heute gelernt und trainiert habt, zukünftig in Euren Gefechten um. Ihr werdet sehen, dass Eure Gegner es dann deutlich schwerer haben werden“ geben Jörg Fiedler und Imke Duplitzer ihren Schützlingen zum Schluss mit.

„Solche Trainingstage sollten keine Eintagsfliegen bleiben. Wir werden gemeinsam besprechen, wie wir das in regelmäßigen Abständen zu wiederholen können“, so Jörg Fiedler abschließend. Und Imke Duplitzer meint zusammenfassend: „Ich habe hier einige richtig gute Leute gesehen. Sofern sie die Geduld, Beharrlichkeit und das Durchhaltevermögen zeigen, werden wir einige bald auf vorderen Plätzen im internationalen Bereich wiederfinden.“

Erster Auftritt

Voll gepackt war er, der Terminkalender von Imke Duplitzer, bei ihrem ersten Besuch in Halle. Den Auftakt machten rund 250 Kinder in der Johannes-Grundschule in Halle. Für viele von ihnen war es nicht nur der erste Kontakt mit einer Weltklassefechterin, wohl auch mit einem Florett oder Degen. Geduldig erklärte die zweimalige Europameisterin den Erst- bis Viertklässlern ihren Sport, fand ad hoc 3-4 Talente. “Die will ich haben”, ließ sie verlauten.

Beitrag der MZ vom 11.09.20913

Die Piratin erobert Halle

Einen spektakulären Wechsel kann das hallesche Fechtcentrum vermelden. Eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaften in Budapest bestätigte die zweifache Degeneuropameisterin Imke Duplitzer ihren Wechsel an die Saale.

Für die achtmalige Deutsche Meisterin ist das Ziel klar: Sie will sich zum fünften Mal für die Teilnahme an den Olympischen Spielen qualifizieren. „Halle bietet mir jene Bedingungen, damit ich mich auf das langfristige Ziel Rio vorbereiten zu kann. Und es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass sich in Mitteldeutschland in Sachen Fechten einiges bewegt“, so die gebürtige Karlsruherin, die vor zwei Tagen Geburtstag feierte.

MZ vom 01.08.2013

Die Region ist für Imke Duplitzer bei Weitem keine Unbekannte. Im April 2004 wurde sie Deutsche Meisterin in Halle, sicherte sich im gleichen Jahr mit dem Team Olympiasilber in Athen. 2005 war sie Ehrengast des „Internationalen König-Pokal“ in der Saalestadt, errang gut eine Woche später in Leipzig WM-Bronze mit der Mannschaft. 2010 triumphierte Imke Duplitzer mit dem Gewinn ihres zweiten EM-Einzeltitels an gleicher Stelle.

Neben dem Team-Silber von Athen stehen 11 WM-Medaillen, vier Mal Edelmetall bei Europameisterschaften, dazu 17 Weltcup-Siege, in der sportlichen Vita von Imke Duplitzer. Doch sie hat sich noch einiges mehr vorgenommen. „Ich habe den Eindruck, dass sie in Halle wirklich Know-how haben wollen, um etwas für den Nachwuchs zu tun. Und ich glaube, dass ich ein Händchen dafür habe, Kinder und Jugendliche zu begeistern“, so die Degenspezialistin, die sich außerdem der Nachwuchsarbeit widmen möchte. So wird man sie zukünftig sicher des Öfteren in halleschen Schulen, aber auch als Trainerin im Fechtcentrum Halle sehen können. „Ob bei Schnupperkursen, Trainingslagern oder dem täglichen Training, ich gebe natürlich gern mein Wissen an die jungen Fechter/innen der Region weiter“, meint Imke Duplitzer, die selbst bereits als Trainerin arbeitete. Dabei ist nicht auszuschließen, dass man sie gelegentlich auch beim gemeinsamen Training mit ihrem Nationalmannschaftskollegen Jörg Fiedler in Leipzig beobachten kann. Der ebenfalls zweifache Europameister wechselte 2010 in seine Heimatstadt zurück, trainiert parallel zu seiner leistungssportlichen Karriere den sächsischen Fechtnachwuchs.

„Für Sachsen-Anhalt und Halle ist der Wechsel von Imke Duplitzer in jedem Fall eine große Bereicherung“, so Thomas Riedel, Präsident des Fechterbundes Sachsen-Anhalt. „Wir erhoffen uns für die mitteldeutsche Region dadurch einen gewaltigen Schub für den Fechtsport insgesamt“, ergänzt Riedel, der den Wechsel von Imke Duplitzer maßgeblich mit eingefädelt hatte.

Vorerst wird sich die Neu-Hallenserin Imke Duplitzer, sie startet bereits in der ungarischen Hauptstadt für ihren neuen Verein, die TSG Halle-Neustadt, auf die Weltmeisterschaften in Budapest vorbereiten. Mit Beginn der neuen Saison wird man sie dann sicher auch in Halle zu sehen bekommen.